03.10.2011. Klingenthal. Kamil Stoch hat den Sparkassen FIS Sommer Grand Prix der Skispringer in Klingenthal gewonnen. Für den Polen war es nach dem Sommer Grand Prix 2010 und dem Weltcup im Februar 2011 bereits der dritte Sieg in Folge in der Vogtland Arena.
Auf den Plätzen folgten Gregor Schlierenzauer (AUT) und Roman Koudelka (CZE).
Bester Deutscher in Klingenthal war Severin Freund (Rastbüchl) auf Platz sechs. Von den 10 gestarteten DSV-Adlern schafften nur fünf den Sprung in den Finaldurchgang. Auch Hoffnungsträger Richard Freitag aus Aue musste nach dem ersten Sprung die Segel streichen. Felix Brodauf (Aue, 29.) und David Winkler (Winterberg, 16.) überraschten dagegen positiv.
Vor 7.400 begeisterten Zuschauern legte Kamil Stoch bereits im ersten Durchgang mit 140,5 Metern den Grundstein für seinen Sieg. Auch Gregor Schlierenzauer, der bei seinem neunten Start im Vogtland bereits zum achten Mal auf dem Podest stand, konnte mit 132,0 und 130,5 Metern nicht folgen. Mit seinen 135,5 Metern im Finale standen für Stoch am Ende gut 25 Punkte Vorsprung zu Buche. Der Drittplatzierte Koudelka, der am Sonntag bereits die Qualifikation gewinnen konnte, zeigte mit Sprüngen auf 129,0 und 131,0 Meter eine überraschend stabile Leistung.
Überragendes Team in Klingenthal war einmal mehr Österreich, das fünf Springer unter den besten zehn platzieren konnte.
Martin Schmitt (Furtwangen), nach 124 Metern im ersten Durchgang noch 17., verpatzte das Finale völlig und fiel mit 109,5 Metern auf Rang 28 zurück.
Den Gesamtsieg im FIS Sommer Grand Prix hatte sich bereits beim vorletzten Springen Thomas Morgenstern (AUT) gesichert, der auf einen Start in Klingenthal verzichtete. Platz zwei und drei gehen an Kamil Stoch und Tom Hilde (NOR). Richard Freitag ist als Siebter bester Deutscher.
Kamil Stoch: „Der Wettkampf war sehr gut für mich. Meine Sprünge haben genau gepasst. Das gibt viel Selbstvertrauen.“
Gregor Schlierenzauer: „Mit der Platzierung bin ich sehr zufrieden, mit der Leistung weniger. Im zweiten Durchgang wollte ich es erzwingen und es hat nicht geklappt. In Klingenthal habe ich mich wie immer sehr wohl gefühlt.“
Roman Koudelka: „Die beiden letzten Wettkämpfe waren unglaublich für mich. Im Skispringen beginnt man jeden Tag bei Null. Aber ich freue mich sehr über das Ergebnis.“
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